Sonntag, 01. Oktober 2006

National und sozialistisch

Den Herbstbeginn habe ich verschlafen und nun ist auch schon Oktober. Nur ein Post im September ist - zugegeben - ganz schön schwach. Doch so viel Berichtenswertes ist mir weder passiert noch eingefallen, sodass ich mich in gepflegter Schweigsamkeit geübt habe.
Die Pappeln hören langsam damit auf, mein Auto vollzuejakulieren, allabends ist deutlich ein leichter Nebel zu beobachten und das Offenfahren macht noch immer Freude. Ich habe heute sogar einen Parkplatz direkt vor meinem Wohnhaus bekommen, was nach 19:00 Uhr ja einem Weltwunder gleichzusetzen ist.
Meine allgemeine Jubelstimmung ist einzig durch das Ergebnis der heutigen Nationalratswahl etwas gedämpft. Während einerseits die nationalistische Bewegung rund um H.C. Strache und Peter Westenthaler und die Sozialisten andererseits sich über Gewinne freuen dürfen, bleiben konstruktive Bewegungen außen vor. National und sozialistisch ist eine Kombination, die den Österreichern ganz offensichtlich liegt. Das Unrechtsempfinden einiger Sozialdemokraten wird nach den ÖGB und BAWAG Skandalen und dem heutigen Wahlsieg geringer als je zuvor sein.
Ich lehne mich dennoch entspannt zurück und warte auf die gebratenen Tauben, die mir nun in den Mund fliegen werden: Gusenbauer weiß ja scheinbar, wie man ohne Abfangjäger den Luftraum sichern kann, dass man Studiengebühren und auch Selbstbehalte im Gesundheitswesen ersatzlos streichen kann und wie man Wohlstand gerecht verteilt, ohne jemandem etwas wegzunehmen. Darüberhinaus möchte ich festhalten, dass ich in Österreich nicht daham sondern immer noch zu Hause bin, auch wenn es mir durch die Dummheit meiner Landsleute oft schwerfällt.

P.S.: Kritik an meinen Äußerungen mag zwar berechtigt sein, auf meiner Website wird sie allerdings nicht veröffentlicht. Wer sich wichtigmachen will, möge sich gefälligst selbst eine Website zulegen ;)

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