Donnerstag, 28. August 2008

Like A Virgin

Einen weiteren Grund, warum man Berlin einfach lieben muss, habe ich heute Morgen auf N24 erfahren: das heute Abend in Berlin stattfindende Madonna-Konzert ist nicht ausverkauft!
Abgesehen davon, dass eine knapp bekleidete ältere Dame kein sehr schöner Anblick ist, ist es äußerst langweilig, jemand beim Ignorieren des Älterwerdens zuzusehen. Prince tritt ja auch schon längst nicht mehr in Tanga und Strapsen auf.
Ein weiterer Grund, warum man ein Madonna-Konzert leicht traumatisiert verlassen wird, ist die eigenartige politische Botschaft, die sie auf der großen Videowand den Besuchern aufdrängt. Ich habe nichts gegen Barack Obama, ganz im Gegenteil, aber wenn ich ein Popkonzert besuche wünsche ich von Politik verschont zu bleiben. Wenn Künstler glauben, sie müssten ihre politischen Ansichten zusammen mit ihrer Arbeit unter das Volk bringen, kommt immer etwas Schreckliches dabei heraus. Alfred Dorfer hat das ja mehrfach bewiesen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Künstler sich politisch äußern, solange sie es abseits ihrer künstlerischen Tätigkeit tun. Wie man das richtig macht, zeigt George Clooney.
Wenn ich an Madonna denke, fällt mir immer der junge Mann ein, den ich oft in der Straßenbahn gesehen habe. Er trug immer einen Walkman und hörte Madonna. Dazu hat er laut und natürlich falsch mitgesungen. Besonders schlimm war damals seine Darbietung von Like A Virgin, die dafür alle im Zug sichtbar amüsiert hat.

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Sonntag, 17. August 2008

9/11

Wenn ich davon erzähle, dass ich sehr gerne Flight Simulator spiele werde ich überdurchschnittlich oft gefragt, ob man da auch ins World Trade Center krachen kann. Man könnte, wenn man es wollte. Flight Simulator Spieler sind oft seltsame Menschen, Terroranschläge spielen wir aber trotzdem nicht nach.
Hat schon mal jemand einen Modelleisenbahnfreund gefragt, ober er am Abend bei einem Bier das Unglück von Eschede nachstellt? Bauen Installateure an launigen Abenden grinsend Gaskammern? Schwärmen Elektriker von elektrischen Stühlen?
Ungefährlich ist es aber nicht, wenn ich mit dem Flight Simulator spiele - manchmal produziere ich Videos, die ich dann auch noch auf YouTube verbreite. Verboten gehört sowas!

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Mittwoch, 13. August 2008

Verlieren oder vermissen

Bloss weil man etwas verloren hat muss man es nicht automatisch vermissen. Viele ehemalige Bekannte, Kollegen und Schulkollegen habe ich aus den Augen verloren, ein paar habe ich auf XING wieder gefunden, von den übrigen erinnere ich mich teilweise nicht mal mehr an den Namen. Vermissen tue ich deswegen nichts.
Heute habe ich meinen Schlüsselbund kurzfristig verloren geglaubt und ihn gleichzeitig sehr vermisst. Nicht in seine Wohnung zu können ist ärger als den Namen des Kollegen vergessen zu haben, den man jahrelang täglich gegrüßt hat.
Etwas zu verlieren ist oft gar nicht so übel, aber es zu vermissen - das ist arg! Im Laufe eines Tages kann man ein vollgerotztes Taschentuch, zwei Kaugummis, einen Zettel mit einer kryptischen Notiz und ein paar andere Sachen verlieren ohne sie jemals zu vermissen. Verloren habe ich bestimmt allerhand, aber ich vermisse wenig. Meine Ex-Frau vermisse ich zum Beispiel überhaupt nicht, sehr wohl aber einen Space Pen, den ich verlegt habe. Ich vermisse auch eine Fine Young Cannibals CD, die ich im jugendlichen Leichtsinn hergeborgt habe.
Ich vermisse aber auch wenige Menschen, meinen Vater zum Beispiel. Aber den habe ich nie verloren.

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Dienstag, 05. August 2008

Meko - Pictures



Einst kam aus Österreich noch sehr gute Musik - und wurde bereits damals totgeschwiegen. Meko war Sieger beim Ö3 Chart Attack, endlich hat er das Video (Regie: Stefan Ruzowitzky) auf YouTube gepostet ! Lange habe ich danach gesucht, endlich wurde ich fündig. Martin Fröhlich, her mit mehr!

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Montag, 04. August 2008

Exclusives Reisen



Autofahren ist sogar dann teuer, wenn man gar nicht fährt. Am Flughafen zu parken kostet zum Beispiel nach einem Wochenendtrip oft mehr als die Flugtickets. Mit meinem Schwager habe ich deshalb das Maxe-Parkservice erfunden: wenn die Rasselbande flugtechnisch verreist, hole ich ihr KFZ heim in die parkgebührenfreie Zone.
Das Interessanteste dabei war immer: welche CD hört mein Schwager beim Bewegen seines KFZ? Der Mann hat einen sehr exquisiten Musikgeschmack, auf Toto und Whitesnake wurde ich überhaupt erst durch ihn aufmerksam. Sehr lange ist es her.
Diesmal ist es fast anders: das KFZ und die Musik sind gleichermaßen interessant. Nichts gegen seine Audi A6 in den verschiedensten Motorvarianten, aber der BMW 525i mit rund 220PS ist sogar für mich, einen nicht-Autobegeisterten, ziemlich sexy. Trotzdem hatte der Wagen auch diesmal eine musikalische Überraschung zu bieten: Chicago! Ich habe es erst gar nicht erkannt, doch der Klau der CD und das Imporieren in iTunes hat es offenbart.
Die Englischsprechenden nennen den Schwager 'brother-in-law', meinen Schwager nenne ich 'brother-in-mind'.

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Samstag, 02. August 2008

Alles anders


Wenn ich hier gerade nicht über den ORF, politische Entwicklungen oder Beides schimpfe, poste ich FluSi Videos. Ich kann aber auch anders:
Gestern Abend, natürlich an einem Freitag nach Dienstschluß, habe ich feststellen müssen, dass meine geliebte Insulinpumpe kaputt ist. Nach einigen verzweifelten Versuchen und etwa 180 in die Luft gespritzten Insulineinheiten habe ich um 19:20 Uhr die Medtronic-Hotline angerufen. Eine sehr freundliche Dame von Medtronic Deutschland hat dann innerhalb von zwei kurzen und unbürokratischen Telefongesprächen organisiert, dass mir bereits um 21:15 Uhr ein netter Paketdienst-Fahrer eine Ersatzpumpe vorbeigebracht hat.
Das ist perfektes Service! Die Ersatzpumpe ist längst programmiert und pumpt, an meinen Hosenbund geklemmt, bereits seit Stunden.

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